Montag , 25 September 2017


Strategie und Führung in einer neuen (digitale) Zeit.

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Führung ist kein Status, sondern professionelles Handwerk

Bergführer
Bild: Unsplash.com – Bergsteiger by Wynand van Poortvliet CC BY-SA Zero

 

Was ist eigentlich die Frage, auf die Führung die Antwort ist? Mit dieser Frage bringt Reinhard K. Sprenger aus seinem Buch “Radikal führen” gestandene Manager gerne in Verlegenheit. Daher für alle Führungskräfte (haben ja immer wenig Zeit), die Quintessenz der Management-Vordenker Peter Drucker, Fredmund Malik und Reinhard K. Sprenger kurz und knapp zusammengefasst.

Was ist die Aufgabe von Führung?

  • Führung ist das Abliefern von Ergebnissen. Und das möglichst effizient.
  • Führung steht damit in der Verantwortung.
  • Führung hat die Verantwortung, das Überleben des Unternehmens zu sichern.

Wie schafft Führung das?

  • Durch die Erhöhung der Kompetenz der Mitarbeiter, damit diese selbständig, eigenverantwortlich und effektiv arbeiten können.
  • Und der Schaffung von Systemen, die die Effizienz steigern, die Produktivität erhöhen, vor allem bei Routinetätigkeiten.
  • Am besten beides: Kompetente Mitarbeiter, die von intelligenten Systemen unterstützt werden.

Für die Führungskraft heißt das konkret:

  • Zusammenarbeit organisieren, wo sie nicht automatisch entsteht: durch Information, Kommunikation und Organisation.
  • Für Projekte sorgen sowie Systeme, Prozesse und Automatismen entwickeln.
  • Führung schafft somit aktiv neue Realitäten, die es so vorher nicht gab und die es ohne sie nicht geben würde.
  • Es passiert nichts von selbst, es muss aktiv gestaltet werden.
  • Prioritäten setzen und Konflikte entscheiden: Zielkonflikte und Wertkonflikte.
  • Mitarbeiter führen, d.h. Talente erkennen, Potentiale entwickeln, Aufgaben auf richtigen Leistungsniveau stellen, Handlungsraum bieten, Leistung beurteilen, Feedback geben.
  • Zukunftsfähigkeit sichern: Strategien entwickeln, Ziele definieren, Innovationen finden, neue Kompetenzen rechtzeitig aufbauen.

Führung erzeugt damit Rahmen und Richtung, Sicherheit, Klarheit und Berechenbarkeit, sprich Professionalität.

Die Führungskraft muss vor allem an der eigenen Persönlichkeit arbeiten

Fredmund Malik bringt es mal wieder auf den Punkt. Daher ein kurzes Zitat aus seinem Buch “Wenn Grenzen keine sind”:
“Sie arbeiten stetig an der Perfektionierung ihrer persönlichen Arbeitsmethodik. […] Sie wissen, dass es keine Grenzen gibt für Effektivität und Effizienz – außer die selbstgesetzten im Kopf. […] Gute Manager orientieren sich am Inhalt, nicht an der Verpackung; am Sein, nicht am Schein. Sie verschwenden keine Zeit für »Showmanship«, sondern kultivieren »Craftsmanship«; sie sind nicht an Ritualen, sondern an Resultaten, nicht an Input, sondern an Output interessiert. Und vor allem: Sie haben ihre Geschäfte unter Kontrolle, sie setzen Prioritäten und sie führen die Dinge zu Ende. Effektivität des Arbeitens, Zeitökonomie und Finalisierung der Aufgaben sind ihre Rezepte.”

Führung ist immer individuell und kontextbezogen

Dabei gibt es keine einheitlichen Führungsmethoden oder gar Führungstechniken (Technik ist die Reduzierung eines Menschen auf eine Maschine). Es gibt nur die auf individuelle Menschen abgestimmte, auf den jeweiligen Kontext passende und für die Strategie ergebnisorientierte Führung.

Es gibt auch keine brauchbare Typisierung für Führungskräfte: charismatisch, heldenhaft oder autoritär. Erfolgreiche Führungskräfte sind effektiv und beherrschen die dazu notwendigen handwerklichen Management-(Denk-)Werkzeuge professionell. Sie arbeiten methodisch, systematisch sowie gründlich und sorgfältig. Sind oft bescheiden und diszipliniert.

DenkKonzept: Führung hat die Verantwortung, das Überleben des Unternehmens zu sichern. Und Führung ist eine Kunst, eine Handwerkskunst. Es gibt keine standardisierten Führungstechniken, nur individuelle, kontextbezogene Führung. Erfolgreiche Führung braucht Menschen mit Talent und Persönlichkeit sowie Disziplin und den Willen immer besser werden zu wollen.

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