Montag , 25 September 2017


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Wie man das 80/20 Pareto Prinzip radikal zu Ende denkt

Vilfredo Federico Pareto
Vilfredo Federico Pareto by Wikimedia CC BY-SA 3.0

Wenn man vom Pareto Prinzip spricht, fällt jedem sofort die 80 zu 20 Regel ein. Die von Vilfredo Federico Pareto im 19. Jahrhundert aufgestellte Formel gilt für viele (allerdings nicht für alle) Mengenverteilungen. Zum Beispiel

  • 80 Prozent des Umsatzes kommen von 20 Prozent der Kunden
  • 80 Prozent des Umsatzes kommen von 20 Prozent der Produkte
  • 80 Prozent der Probleme kommen von 20 Prozent der Kunden

aber auch

  • 80 Prozent des Erfolges resultieren aus nur 20 Prozent der Tätigkeiten
  • 80 Prozent der Ergebnisse werden mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes erzielt.

Die Aufgabe ist klar. Suche jeweils die 20 Prozent an Kunden, Produkten und Tätigkeiten, die 80 Prozent deines Erfolges ausmachen. Konzentriere dich darauf mit höchster Priorität. So kommst du schneller ans Ziel.

Pareto zu Ende gedacht

Spannend wird es, wenn man weiß, dass es sich bei Pareto nicht nur um eine allgemeine Regel handelt, sondern um eine mathematische Formel. Und diese Formel aus der statistischen Wahrscheinlichkeitsverteilung lässt sich radikal zu Ende denken. Wendet man die Funktion weiter auf sich selbst an, ergeben sich nachfolgende Verteilungen. Es werden jeweils 80 bzw. 20 % vom Ausgangswert berechnet. Also, 80 % von 80 ergibt 64, 20 % von 20 ergibt 4 usw. Bleiben wir bei unserem Beispiel mit dem Erfolg:

  • 80 Prozent des Erfolges resultieren aus nur 20 Prozent der Tätigkeiten
  • 64 Prozent des Erfolges resultieren aus nur 4 Prozent der Tätigkeiten
  • 51 Prozent des Erfolges resultieren aus nur 1 Prozent der Tätigkeiten

Ergebnis: Bereits die richtigen 1 Prozent deiner Tätigkeiten entscheiden über 51 Prozent deines Erfolges!

Zeit und Energie gewinnen für die wichtigen Aufgaben

Pareto lässt sich im “gemischten Doppel” noch weiter optimieren. Um Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu gewinnen, lassen sich die Verteilungen auch kombinieren. Unser Beispiel mit den Kunden sieht dann wie folgt aus:

  • Mit 20 Prozent unserer Kunden machen wir gute Geschäfte, das sind unser VIP-Kunden
  • 20 Prozent unserer Kunden machen größere Probleme, die möchten wir gerne los werden
  • Die restlichen 60 Prozent liegen so in der Mitte und sind ganz okay.

Das heißt, unsere VIP-Kunden sollten wir intensiv betreuen, denn sie bringen 80 Prozent des Umsatzes. Von den Problemkunden sollten wir uns “aktiv” trennen, denn sie rauben uns auch 80 Prozent unserer Zeit. Bei den mittleren 60 Prozent gilt es den Service soweit wie möglich zu automatisieren oder wenn möglich zu delegieren. Damit wird Zeit und Energie frei für mehr Produktivität im Leben.

DenkKonzept: Pareto zu Ende gedacht ist der Produktivitätsturbo schlechthin. Lediglich 20 Prozent deiner Tätigkeiten entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Es macht Sinn, nach diesen 20 Prozent zu suchen. Konzentriere dich auf die Erfolgsfaktoren und eliminiere oder automatisiere den Rest.

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