Mittwoch , 21 August 2019
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Top oder Flop – Kritische Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung von Innovationen

Um das Risiko eines Flops sowohl zeitlich als auch finanzielle gering zu halten, ist die Idee möglichst in einer frühen Phase (Screening) eingehend auf kritische Erfolgsfaktoren hin zu überprüfen:

  • Ist die neue Innovation/das neue Produkt einzigartig und überlegen. Unterscheidet sich die Innovation von allen bisherigen durch überlegene Werte. Kommt der Kunde in den Genuss einzigartiger Vorteile.
  • Eine ausgeprägte Marktorientierung ist zentral für den Erfolg. Ist der Innovationsprozess vom Markt bestimmt und auf den Kunden ausgerichtet.
  • Zielen Sie auf die ganze Welt. Internationale Ausrichtung bei Design, Entwicklung und Zielmarketing sichert entscheidende Vorteile bei der Innovation.
  • Die Vorarbeiten, die Hausaufgaben müssen gewissenhaft erledigt werden, bevor die eigentliche Entwicklung starten kann.
  • Das Produkt und Projekt frühzeitig klar zu definieren ist einer der Hauptunterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern bei der Innovation.
  • Eine gut geplante und durchgeführte Markteinführung hat zentrale Bedeutung für den Erfolg der Neuheit. Und den Kern bildet dabei ein solider Marketingplan.
  • Struktur, Design und Klima der Organisation sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg.
  • Unterstützung durch das Top-Management garantiert den Erfolg nicht, kann aber helfen. Aber auch die Chefs sollten sich aus manchen Bereichen heraushalten.
  • Das Zusammenspiel der Kernkompetenzen ist für den Erfolg lebenswichtig, den Ausflüge ins Neuland neigen zu Fehlschlägen.
  • Haben Sie ein interdisziplinäres Team mit genügend Freiraum (Zeit/Budget) für Kreativität.
  • Produkte mit attraktiven Zielmärkten schneiden besser ab. Die Attraktivität des Marktes ist ein Schlüsselkriterium für die Auswahl von Projekten.
  • Lassen sich die Vorteile der Innovation/des Produktes überzeugend vermitteln.
  • Werden alle rechtlichen Vorschriften erfüllt.
  • Ist es technisch realisierbar, konkurrenzfähig und wirtschaftlich.
  • Erfolgreiche Unternehmen bauen gnadenlose Kontrolltribunale in ihren Neuheiten – Prozess ein, die Projekte auch wirklich abbrechen. So ergibt sich eine besser Konzentration auf aussichtsreiche Projekte.
  • Der Erfolg von Neuheiten lässt sich kontrollieren: Vollständigkeit, Zusammenhang und Ausführungsqualität von Kernaufgaben sind Aspekte, die von Anfang bis zum Ende eines Projektes betont werden müssen.
  • Ressourcen und verfügbare Mittel müssen an die richtigen Stellen fließen. Es gibt keine Almosen bei der Innovation zu verteilen.
  • Schnelligkeit ist alles! Aber nicht auf Kosten der Ausführungsqualität.
  • Unternehmen, die einem in Abschnitte gegliederten, disziplinierten Prozess folgen, schneiden deutlich besser ab.

Deshalb gelten die vier Basisgrundsätze: Neuartigkeit, Problemlösung, Nutzen bieten und Wirtschaftlichkeit für jede Innovation.

Hauptziele eines strukturierten Innovationsprozesses sind daher:

  • Qualität der Durchführung erhöhen (strukturiert, transparent, vollständig)
  • Frühzeitige Risikominderung mit scharfen Abbruchkriterien
  • Schärfere Fokussierung, bessere Prioritätssetzung
  • Parallele Prozessabwicklung für kürzeres ‚Time-to-market’
  • Ein wirklich bereichsübergreifendes Team bilden
  • Ausgeprägte Marktorientierung und Integration der Bewertung der Kunden
  • Bessere Hausaufgaben im Vorfeld
  • Innovationen mit wirklichen Wettbewerbsvorteilen
  • Kapitalgeber gewinnen

(siehe dazu auch Cooper, Robert G.: Top oder Flop in der Produktentwicklung. Erfolgsstrategien: Von der Idee zum Launch)

 

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